Dienstag, 17. Mai 2011

Passend zur Beltanenacht: Zutaten für ein Wochenende


Ungezählte Schritte (und Raupen), dreizehn Kilo Rucksackgepäck pro Nase, zwölf Fremde zwischen U30 und Ü50, sieben Männer, fünf Frauen, fünf Wahrnehmungsübungen im Wald, zwei Nächte, ein Erlebnis. Das sind die Zutaten für ein Wochenende, das sich wie ein vierzehntägiger Urlaub anfühlt.

Dank unserer zwei kundigen Führer Sascha und Johannes konnten wir uns alle gleich mehrfach fallen lassen. So fielen wir aus unserer Komfortzone in eine Natur, die uns freundlich aufnahm. Wir fielen außerdem aus unserem vertrauten Alltagsgefüge in eine bunt gemischte Gruppe, die für alle Platz bot und sich überraschend schnell harmonisch zusammenfügte. Und hin und wieder fielen wir auch mal beim Überschreiten unserer ganz persönlichen Grenzen hin. Das tut gut. Das brauchen wir. Denn wie mein Kalenderblatt mir sinnigerweise in dieser Woche mitteilt: „Du bist auf der Erde um zu lernen“.

Was ich an diesem Wochenende gelernt habe? Lächerlich einfache Dinge, die man im Alltag schon mal vergisst. Zum Beispiel, dass man nicht immer alles selbst können, dabei haben oder wissen muss, weil es andere gibt, die einem gern helfen. Dass man den Weg nicht selbst (er-)kennen muss, sondern sich anderen anvertrauen kann. Dass meine Sinne viel mehr für mich tun können, als ich ihnen zumute. Dass die Natur da draußen nicht aus feindlich gesinnten Elementen besteht, vor denen ich mich schützen muss, sondern dass ich ein Teil von ihr bin. Dass ein einziges Wochenende eine Reise in eine Parallelwelt vor unserer Haustür sein kann, wenn wir nur vor die Haustür gehen.


Wenn Ihr so ein Wochenende selbst erleben wollt, könnt Ihr hier alle harten Fakten und die nächsten Termine finden. Hier gibt's noch ein paar Bilder des Wochenendes von Petra





Kommentare:

  1. Gut getroffen (der Text). Kurz, knapp und macht Lust auf mehr. Ich denke, du kannst das mit dem schreiben ;)

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  2. Ja ja, diese Ffight.er-Domains, wer kennt sie nicht ;-)

    Ganz anonym geht aber offenbar auch (siehe mein Test eben gerade), nur dann muss man irgendwie im Textfeld unterschreiben, falls man erkannt werden möchte.

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  3. Liebe Simona,
    ich hätte mich ja schon längst bei Sascha Heuer angemeldet, aber leider ist mein rechtes Bein so im Eimer, dass es gerade noch die Fahrradkurbel für das linke Bein wieder in Position bringen kann. Ich weiß, dass Wandern noch sehr viel intensiver als das Radfahren ist ... aber nun denne ...

    Gruß Heinrich

    P.S. Die statische Angabe "... zwischen U30 und Ü50" finde ich sehr tolerant - sie schließt wirklich niemanden aus! ;)

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  4. Wir waren auch ein sehr toleranter Haufen. Jede/r durfte sein, wie er/sie nun mal an dem Wochenende gerade war. Wenn das gelingt ist es nebensächlich, ob man nun wandert, schwimmt oder radelt.

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